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Dichtheitsprüfung

Der Landesgesetzgeber hat im Jahr 2013 die frühere „Dichtheitsprüfung“ grundlegend in § 61 LWG  NRW sowie der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser – SüwVO Abw NRW neu geregelt. Demnach sind alle privaten Abwasserleitungen zu prüfen, die Schmutzwasser führen, bei ihrer Ersterrichtung oder wesentlichen Änderung. Darüber hinaus wurden folgende Fristen für die erstmalige Prüfung bestehender Abwasserleitungen festgelegt.

Prüfung bestehender Leitungen in Wasserschutzgebieten

- bis 31.12.2015 bei Baujahr vor 1965 (häuslich)  bzw. 1990 (gewerblich) 
- bis 31.12.2020 in den sonstigen Fällen 
- innerhalb von 7 Jahren nach Neufestsetzung eines Wasserschutzgebietes

Die Stadt Pulheim liegt fast gänzlich in der Wasserschutzzone IIIa/IIIb (hiernachzusehen). Nur  ca. 250 bebaute Grundstücke von insgesamt  ca. 25.000 bebauten Grundstücken (1%) liegen außerhalb der Wasserschutzzone.

Eine Prüfung bestehender Leitungen außerhalb der Wasserschutzgebiete ist nur für gewerbliches Abwasser mit Anforderungen nach Anhang Abwasserverordnung erforderlich. Für alle anderen privaten Abwasserleitungen außerhalb von Wasserschutzgebieten sind die durch den Landesgesetzgeber vorgegebenen Prüffristen komplett entfallen.

Eine Wiederholungsprüfung wird für private Abwasserleitungen, die häusliches Abwasser führen auf 30 Jahre festgelegt. Die Frist beginnt mit Ablauf der in der Verordnung festgesetzten Frist. Dieses bedeutet: Hat ein Grundstückseigentümer in einem Wasserschutzgebiet seine privaten Abwasserleitungen, die häusliches Abwas-ser führen, im Jahr 2011 geprüft, so beginnt die 30jährige Wiederholungsfrist trotzdem erst nach Ablauf der gesetzten Frist (31.12.2015  bzw. 31.12.2020).

Die Sanierungsnotwendigkeit und der Zeitpunkt der Sanierung wurden festgelegt. Demnach müssen

• große Schäden: kurzfristig 
• mittelgroße Schäden: innerhalb von 10 Jahren 
• Bagatellschäden: i.d.R. gar nicht

saniert werden.


Quelle: pulheim.de